PORTA ALPINAE -Öffne die Tür für eine andere Welt- Eine Kunstaktion.
Eine Pforte auf einem steinigen Gebirgsweg. Sie symbolisiert einen Übergang. Den, in eine andere Welt, die sich der Besucher selbst erschließen kann. Ein bewusster Schritt durch die Mauer seiner eigenen Hemmnisse kann ihn auf eine metaphysische -eigene- Ebene führen; in ein anderes Bewusstsein, zu einer wahrhaften Reflektion ins Innere, zur Achtsamkeit für die Natur und vor Allem zur Erneuerung des Selbst. Dieses "Sich-Besinnen" will der Künstler durch eine Umkehrung des Gewohnten erzwingen. Die Pforte auf dem Berg als Negation, als Stolperstein für festgefahrene Meinungen und zementierte Erfahrungen. Das offensichtlich Sinn-lose wird als Vehikel benutzt und kann so zur Einsicht führen und den Wandel ermöglichen.
Ziel des Projekts
Das Projekt soll mit seiner Intention den Alpenraum erobern und möglichst viele Menschen erreichen. Dazu dienen auch die Medien: Print, Radio, TV und Internet.
Umweltaspekte
PORTA ALPINAE ist ein philosophisches, vielleicht spirituelles, aber doch bodenständig-modernes Kunstprojekt. Die Standorte der Pforten im Hochgebirge sind teilweise hochsensibel. Sie befinden sich jedoch immer am oder direkt auf vorgegebenen Wegen. Die hölzernen Pforten werden zum Teil der Landschaft, sie signalisieren unter anderem auch Vergänglichkeit. Rücksicht auf die Umwelt ist eine der wichtigsten Vorgaben für alle ALPINIEN-LandArt-Projekte. Deshalb gibt keine festen Einbauten, keine Betonsockel, keine Hubschrauberflüge, nichts was den Frieden der Natur stören könnte. An den meisten Standorten werden die Balken von Helfern und vom Künstler selbst mit reiner Körperkraft zum Ort gebracht.
Interaktionen zwischen den Besuchern, Hüttenwirten, Bergbahnbetreibern und dem Künstler mit seinen helfenden Freunden sind ein Teil des Konzepts. Sie verbinden unterschiedlichste Gesellschaftsschichten und regionale Herkunft auf einem künstlerisch-metaphysischen Niveau.
Stadtprojekte
Inzwischen hat die Idee auch die Städte erobert. "Urbane" Pforten in Kempten und im italienischen Trento sprechen die gleiche Sprache und erreichen viele Menschen. Das Projekt wird durch Zeichnungen von Guenter Rauch künstlerisch begleitet.
Die Standorte der Pforten finden Sie bei http://maps-google.de wenn Sie in das Suchfeld die (Google)-Koordinaten eingeben, die bei den Projektbeschreibungen eingetragen sind.
Zu den einzelnen Projekten scrollen Sie bitte nach unten.
Die KunstNacht am 8. Oktober 2011 war ein besonderes Ereignis. Wir haben zu diesem Anlass eine Blechpforte über dem Eingang installiert, die dann am Abend mit LED-Lichtern -geschmückt- wurde. Es war wieder einmal eine tolle Gemeinschafts-Aktion, wie die Bilder beweisen.
Durch Vermittlung des Kemptener OB-Büros konnten wir einen Kontakt mit der Partner-Stadt Trento bekommen. Frau Katia Beatrici vom Sekretariat des Bürgermeisters Andreatta lud uns nach einigen vorhergehenden E-Mails zur Vorbesprechung nach Trento ein. Am 2. Mai besuchten wir Frau Beatrici, die uns offiziell willkommen hieß und wir besichtigten zusammen mit Franco Castellan einige mögliche Standorte. Der ausgewählte Standort befindet sich im Parco Pubblico Santa Chiara der an das Universitätsgelände der Literaturfakultät anschließt. Der perfekter Ort für eine PORTA URBANA. Die Installation erfolgte am Donnerstag den 8. Juni mit Unterstützung durch Mitarbeiter der Stadt Trento, auf Kempten dabei waren Tom Mahler und Walther Gross. Die Balken stammen von einer zerfallenen Alphütte auf dem Monte Bondone. Am 25. Juni gab es die offizielle Eröffnung mit dem Partnerschaftsbeauftragten und Stadtrat Ulrich Kremser und seiner Frau Maria. Stadtrat Signore Tomasi hielt eine Laudatio vor den Delegationen aus Trento und Prag. Nach ausgiebigen Mittag- und Abend-Essen, einem Rock-Konzert und einem Feuerwerk, das wir von der Terrasse des Grandhotels besichtigten, endete der Tag mit einem Mitternachtsbuffet im Grandhotel mit Bürgermeister Prof. Andreatta.
Fotos: Walther Gross, Maria Kremser, Theresia Prestel-Rauch
Google Standort: 46.063751,11.126414
Die Alpe Gschwenderberg liegt auf 1.075 hoch über dem Alpsee. Von Immenstadt kommend fährt man nach Bühl und dann links hoch nach Rieder oder Gschwend. Von hier aus führen Wege zur Alpe Gschwenderberg, zum Immenstädter Hörnle, zum Gschwenderhorn und zum Naturfreundehaus. Markus Karlinger und Martin Gamper sind seit den Anfänger des Landart Projekts PORTA ALPINAE dabei. 2009 intstallierten wir zusammen eine Pforte bei Oberstdorf-Ellenschwanden, dann einen Prototypen im Sulzltal über dem Lechtal. Seit 2009 stehen auch die Pforten in der Nähe der Alpenvereinshütten der beiden Freunde. Markus Karlinger bewirtschaftete 13 Jahre lang die Frederic Simms Hütte im Lechtal und wird im Sommer 2011 das Waltenberger-Haus hoch über Oberstdorf-Einödsbach übernehmen. Seine Simmshütten-Pforte bleibt stehn und es wird eine neue beim Waltenbergerhaus geben. Martin Gamper hat den weitesten Weg: Die Kasseler-Hütte im Zillertal ist von Mayerhofen aus zu Fuß oder teilweise per Bus in einigen Stunden zu erreichen.
Das Alpgebiet Gschwenderberg ist mir seit meiner Kindheit und Jugend gut bekannt. Von der nur 5 Minuten entfernten Bierlein-Hütte aus habe ich dort mit meinen Jungschar und CVJM-Freunden die tollsten Bergabenteuer erlebt. Infos über die Alpe Gschwenderberg: www.alpegschwenderberg.de
Standort im Google-Map: 47,557488,10.168458
Oyfach guat*, findet Franz Josef Kögel "seine" Pforte auf dem Leiterberg. Sein Grundstück auf dem Leiterberg, einem Hügel zwischen Betzigau und Wildpoldsried bietet einen herrlichen Ausblick ins Allgäu, in die Berge und auf die Wiesen und Wälder im Norden. Sie wurde am Samstag den 15. Januar aufgestellt, das war ein früher Frühlingstag. (Die Fotos weiter unten zeigen den wirklichen Winter; am letzten Januartag an die 10 ° minus und ein eisiger Ostwind) . Beim Aufstellen dabei waren, Richy Richter, Walther Gross, Inge Mildenberger, Alex Mahler, Franz Josef Kögel, Theresia Prestel und Guenter Rauch. Die Pforte eröffnet neue Welten und beweist, dass es sich auch lohnt, kleine Berge zu "versetzen". Biobauer Franz Josef Kögel ist Milchlieferant für "oyfach guat", der Marke aus Oy-Mittelberg für Allgäuer Lebensmittel aus wirklich heimischen Bio-Produkten.
Standort bei Google-map: 47.748019,10.39231 Höhe: 766,9 m über NN
Enthüllung am Sonntag den 10. Oktober um 11 Uhr anläßlich der Eröffnung der Theater-Spielzeit 2010/11 auf dem Theaterplatz vor dem Foyer.
Mit dieser zweiten Pforte im Stadtgebiet Kemptens erweitert sich das Projekt PORTA ALPINAE und schließt auch den Urbanen Raum ein. Die Botschaft "Öffne die Tür für eine andere Welt" richtet sich an den Menschen und ist daher unabhängig von ORT und Raum, für den Stadtmenschen vielleicht noch wichtiger als für den Menschen auf dem Berg.
Die Fotomontage zeigt den ersten Entwurf, die folgenden Fotos dokumentieren, wie die Pforte mit Hilfe von Tom Mahler -Genuin-Lehmkunst- und Markus Elhardt (www.ambossmeister.de) entstand.
Initiatorin der PORTA THEATRI war die -neue- künstlerische Direktorin des TIK. Sie brachte nicht nur die Begeisterung mit, sondern auch den Mut und die Durchsetztungskraft, um das Projekt trotz einiger Schwierigkeiten zu realisieren. Wir bedanken uns, und wünschen Nikola Stadelmann und ihrem Theater in Kempten so viel Erfolg, wie er sich nach der Match-Point Premiere ahnen lässt.
Noch ist alles nur ein Traum; auf den Fotos nur ein Modell, bzw. eine Fotomontage (Helden der Werbung). Trotzdem, sieht doch gut aus, oder?
Jedenfalls, die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Inzwischen wurde die PORTA ALPINAE Cambodunum in die offizielle Festwochen-Kunstausstellung und den Katalog aufgenommen.
Standort: Google 47.727787,10.312597
Es begann am 30. April 2010 12.58 Uhr mit dem Abbruch des früheren Allianz-Gebäudes in Kemptens Mozartstrasse. Wir hatten von Herrn Kyburz, Grundstücksgemeinschaft Ritter-Kyburz Zürich/Kempten den Genehmigung, Balken für künstlerische Zwecke aus dem Gebäude zu holen. Das war schwierig. Tom Mahler, Alfred Feil, Walther Gross und Guenter Rauch holten die Balken aus dem riesigen Schutthaufen und wuchteten sie auf den Anhänger. Vorläufige Endstation in Leiterberg bei Genuin Tom Mahler.
28. Juli 2010. Die PORTA ALPINAE CAMBODUNUM nimmt Gestalt an. Vor der Halle von Tom Mahler, genuin Lehmbaukunst sägen wir die Balken aufs Maß und fügen sie mit Zargen zusammen. Die Bilder zeigen Tom bei der fachmännischen Arbeit. Dem Künstler bleiben Zuarbeiten, das Entnageln und Putzen der Balken, die aus dem weit über 100 Jahre alten Gemäuer der Mozartstrasse stammen. Nächste Arbeitsgänge; Streichen mit schwedenroter Schlammfarbe, mit langen Schrauben und Krampen zusammenbauen, auf den Anhänger verladen, - und aufbauen.
9. August 2010. Heute haben wir die PORTA ALPINAE CAMBODUNUM vor der Residenz aufgebaut. Tom Mahler, genuin Lehmbaukunst, Walther Gross XL-Programmierung, Guenter Rauch und Theresia Prestel-Rauch. Und vor allem ein sehr motiviertes Team der Stadtgärnterei unter Leitung von Michael Eisenhauen. Vielen Dank für die kompetente Arbeit. Die gesamte Aktion wurde ermöglicht durch Frau Dufner-Wucher von der Stadt Kempten, die "Ihrer" Festwoche damit eine weitere kreative Note verliehen hat. Und Dank an die interessierten Zuschauer.
Die Pforte steht jetzt voraussichtlich bis zum Ende der Festwochenausstellung am 11.September.
Schorsch Burkhart, Sigishofen, war schon beim Kunstweg durch die Starzlachklamm ein unersetzbarer, begeisterter Helfer. Er hatte die Idee. Eine Pforte unterhalb des berühmten Laufbacher Ecks, quasi als zweite Station nach der PORTA auf dem Nebelhorn-Zeigersattel, wo dieser Weg beginnt. Dort steht sie jetzt, von Schorsch, Walther Gross, Guenter Rauch und Inge Mildenberger auf gut über 2000 m unter die aufragende Schneck Ostwand getragen. Das waren harte 800 Höhenmeter auf dem steilen Weg; mit 3 Balken, dem Türblatt und dem Abspannmaterial! Unverständlich, dass das Türblatt von Idioten zertrümmert wurde. Höhe schützt vor Dummheit nicht. Die Pforte steht genau auf dem Weg vom Laufbacher Eck zum Prinz Luitpold Haus, wenige Höhenmeter unter dem Eck und zirka 200 Meter von der Biwakschachtel der Sonthofener Bergwacht entfernt.
GPS-Standort: 47° 23' 23.81", +10° 23' 3.67" Google: 47.389947, 10.384354
19. Juli 2010 Wir haben die Porta Schorsch Burgkart am Laufbach zu neuem Leben erweckt. Mit einigen Blessuren hat die Pforte den Winter überstanden. Die Abspannungen sind von der Schneelast heruntergedrückt worden, die Spannschrauben und eine der Krampen gebrochen. Aber das sind Kleinigkeiten, die Schorsch Burgkart und Guenter Rauch beheben können. Ein schöner Tag im Gebirge, und Danke Schorsch für das fürstliche Dinner mit Chardonay und Schnittlauch. Nachtrag: Die Pforte, das hat Schorsch jetzt ermittelt, steht auf genau 1.970 m über NN.
Die Frederic Simmshütte im Lechtal, Talort Stockach, wird von Claudia und Markus Karlinger bewirtschaftet. Vor 13 Jahren war Guenter Rauch erstmals auf der Hütte, seitdem hat sich eine enge und intensive Freundschaft entwickelt. Markus war der Erste, der sich für das Projekt begeisterte. Im Mai 2009 stellten wir probeweise eine PORTA ALPINAE auf den Weg, das war hart an der Schneegrenze. Rundum lag noch meterhoch der Schnee, aber die improvisierte PORTA ALPINAE machte schon mächtig Eindruck. Die "Richtige" wurde dann am 4. Juli 2009 installiert.
Das besondere an dieser Pforte ist der Steinkreis, den wir als Schutz vor interessierten Kühen gebaut haben, aber natürlich auch als Abwehr gegen böse Geister.
Die Fotos unten sind vom Neubeginn der Pforte 2010, vom 19. Juni 2010, als wir im strömenden Regen die Hütten-Vorräte für den Sommer 2010 über die Lawine am Ettlerbach trugen und zur Hütte transportierten. Dabei passierten wir wieder die PORTA ALPINAE, die in ihrer Intensivität über den Winter noch gewonnen hat.
Startfoto: Sibylle Greissl-Hertrich Fotos unten: Guenter Rauch
GPS-Standort: +47° 12´ 45.30", +10° 21´ 12.20" (Goggle 47.212582,10.353389)
am 7. und 8. Juni wurde die Pforte bei der Alp Cavel installiert. Das Team: Monika Schneider und Andreas, Theresia Prestel-Rauch und Guenter Rauch. Die Arbeiten wurden begleitet vom Filmteam Sibylle von der Grün und Peter Steger.
Monika Schneider ist die Sennerin auf der Alp Cavel. Auf der Simmshütte im Lechtal. Dort hat sie die PORTA ALPINAE zum ersten Mal gesehen; und war begeistert. So, wie wir begeistert sind von der Alp Cavel. Ein wunderschöner Platz für die Pforte.
Wer nicht weiß, wo die Alp Cavel liegt; Monika beschreibt das so: Alp Cavel liegt auf knapp 2000 m im Val Lumnezia. Das ist bei Ilanz in Graubünden. Man fährt über Bregenz nach Chur, dann Flims, Laax bis nach Ilanz. Von dort aus ins Tal Richtung Vrin. Nach Lumbrein geht es ca. 1 km nach dem Ortsschild rechts den Berg hoch zur Alp. Jetzt teilen wir Monikas Begeisterung, das Lumbrein-Tal mit der Alp Cavel ist eine besonders schöne Ecke, ein idealer Ort für die PORTA ALPINAE.
Mit der Installation der PORTA ALPINAE am 7.und 8. Juni wird Alp Cavel auch Schauplatz des Films von Peter Steger und Sibylle von der Grün.
GPS-Standort: +46°40´22.30",+9°5´33.50" (Google 46.67286,9.092638)
Eine Porta Alpinae entsteht weit abseits der Alpen zwischen Bergen und Meer. Hoch oben über Gazzelli bei Imperia, und knapp unter dem Gipfel des Monte Envignio.
Ein Zauberwort. Meer und Berge. Ein wunderschöner Platz am Weg, der hoch oben am Berg entlang dem Meer entgegenstrebt. Ausgangsort ist Chusanico Castello. Die Balken aus Olivenholz stammen aus einem zerfallenen Kirchlein im Olivengarten weit unterhalb des jetzigen Standortes. Die Balken haben dort ihren Zweck erfüllt und schauen nun mit Stolz (und mit Meeresblick) ihrer neuen Aufgabe entgegen. Standort: (Google) 43.966532 8.006452
Die Kasseler-Hütte steht hoch über dem Stillup-Tal auf 2.177 Metern Meereshöhe. Hüttenwirt Martin Gamper ist von PORTA ALPINAE überzeugt und lud zur Eröffnung am 13. Juli 09 zahlreiche Gäste aus dem Tal ein, darunter ÖAV-Obmann Paul Steger und die Geschäftsleitung des Zillertal-Naturparks mit Nina Östereich und Matthias Danninger. Die Zillertaler zeigten sich von der Idee der PORTA ALPINAE beeindruckt, weil sie mit der gleichen Intention auf die Besucher einwirkt, wie die Idee des Naturparks. Weil die Pforte direkt auf dem Weg errichtet ist, und auch tatsächlich von jedem Bergsteiger geöffnet werden muss, vertritt sie in besonderem Maße den Gedanken -Öffne die Tür für eine andere Welt-. Martin Gamper hat diesen Gedanken zu seinem Eigenen gemacht, die Pforte unterhalb des Hohen Löffler ist sein Werk und sein Verdienst, ebenso wie die Versuchspforte in Oberstdorf.
GPS-Standort: +47°3´27.77",+11°57´7.88" (google 47.057714,11.952189)
Einen der schönsten Standplätze nimmt die Pforte in der Nähe der Bad Kissinger Hütte am Aggenstein, Tannheimertal, in Anspruch. Die Pforte steht auf einem Felsköpfle unweit der Hütte, direkt neben dem Weg, der an der Scharte ein Stück weiter unter die Wanderer aus Pfornten, die vom Brentenjoch, und die aus Grän im Tannheimer-Tal aufsammelt. Die tollen Fotos verdanken wir Hüttenwirt Dietmar Köhlbichler, der sich zusammen mit Andrea Walch liebevoll um die PORTA ALPINAE kümmert. Die Pforte ist rot bemalt, ein originaler Begrüßungsschal eines nepalesischen Freundes flattert im Wind. Die Sicht reicht von hier bis weit über den Forggensee in die oberbayerischen Berge, auf der anderen Seite in die Tannheimer und die Allgäuer Berge bis ins flache Land Richtung Kempten. Dass die PORTA ALPINAE hier an der europäischen Via Alpina liegt, ist ein Zufall!?
+47°32´2.79",+10°33´47.86" (Google 47.534279,10.563278)
Die ständigen Rückmeldungen von begeisterten Bergfreunden bestätigen uns immer wieder, wie sehr Andrea und Dietmar zu "ihrer" Pforte stehen und auch, dass der Aggenstein einer der am häufigsten besuchten Berge in der Umgebung ist.
Diese Pforte ist wohl mit eine der meistgegangensten, auch, weil sie von der Nebenhornbahnstation Höfatsblick leicht in 15 min. zu erreichen ist. Und dies auch im Winter, denn sie steht unmittelbar am Winterwanderweg beim Zeigersattel. Nun steht ein weiterer harter Winter bevor. Guiseppa Rapisarda und Tom Richter haben uns die ersten Bilder des neuen Jahres 2011 geschickt.
Der Zeigersattel unweit der Station Höfatsblick der Nebelhornbahn ist wohl einer der spektakulärsten Aussichtspunkte im Allgäu. Der grandiose Blick durch die Pforte zur Höfats ist der Grund, weshalb die Pforte genau hier installiert werden musste. Die Pforte wurde am 13. Aug. mit tatkräfiger Hilfe der Nebelhornbahn installiert. Die offiziellen Eröffnung fand mit Oberstdorfs Bgm. Meßenzehl, Nebelhornbahn Vorstand Schöttl, Marketingchef Jörn Homburg und zahlreichen Gästen statt. Das Interesse der Medien und des regionalen Fernsehsenders TV-Allgäu war nicht nur Anerkennung, sondern auch Ansporn für noch mehr Engagement.
GPS-Standort: +47°24´33.09",+10°20´51.77"
Nahe der Grüntenhütte auf 1.477 m steht die PORTA ALPINAE mit einem weiten Rundumblick, der vom Illertal mit Kempten über die Ostallgäuer Berge zum Allgäuer Hauptkamm und dann zur Nagelfluhkette reicht. An manchen Tagen kann man weit im Westen der Bodensee glitzern sehen. Am Grünten bauten Daniel und Guenter Rauch im Februar 2009 die Schneeskulptur -Der Winter hat viele Gesichter-, die auch zum Auslöser der Sommeraktion PORTA ALPINAE wurde. Hüttenwirt Norbert Zeberle ist für kreative Aktionen immer zu haben, weshalb die Pforte auch im Sommer 2010 auf "seinem" Berg thront.
GPS-Standort: +47°33´46.88",+10°19´52.78" (Google: 47.562951,10.33131)
7.August 2010. Nach dem Beinahe-Hochwasser heute der erste -schöne- Tag. Wir nutzen Ihn, um die etwas desolate Pforte bei der Grüntenhütte wieder auf Vordermann zu bringen. Schöne Stimmungen schon auf dem Gipfel, von der Hüttenterrasse aus einen Blick zum frisch verschneiten Hochvogel und auf dem Heimweg ins Tal erahnen wir noch den glitzernden Bodensee. Im Nachspann die Bilder von der Installation 2009.
Sie ist wahrscheinlich eine der meistbegangenen Pforten. Auf dem wunderbaren Aussichtsplatz ist sie nur wenige Gehminuten hinter Oberstdorf mit Blick auf den Kratzer und die Obersdorfer Bergwelt für jeden erreichbar. Und: Sie war die Erste. Spaziergänger finden Sie auf dem Weg, wo der Hohenadelweg vom Trettachtal zum Oytal abbiegt, hier jedoch scharf links in Richtung der Schattenbergschanzen. Der Flurname ist -Ellenschwanden-.Ihre Installation auf dem Grundstück der Gampers sorgte auch in den Allgäuer Medien für Bewegung. Ein gelungener Bericht und besondere Fotos von Arno Pürschel sind im "Das Schöne Allgäu", Ausgabe Oktober 09 zu sehen. Unser Dank gilt Monika und Martin Gamper, die sich auch sehr für die PORTA ALPINAE bei ihrer Kasseler-Hütte im Zillertal engagiert haben.
GPS-Standort Google: 47.394170,10.294100
Am 16. Juli 2009 wurde die Pforte an der Hörnerbahn installiert. Standort unweit der Gipfelstation mit einem wunderbaren Blick ins Illertal und über Sonthofen. Cornelia Leicht von der Hörnerbahn war von der Idee begeistert. Die Umsetzung erfolgt dann durch Toni Berwanger, der auch die Aufstellung übernahm. Vom Standort Bergstation aus sieht man auch zum Grünten und zum Nebelhorn, wo ebenfalls PORTA ALPINAEs aufgebaut sind.
Für den Sommer 2010 ließ sich die Hörnerbahn einen "Erlebnisweg" bauen, um die Bergbahn-Touristen auf den letzen stillen Gipfel der Region zu locken. Oben stehen zwei hölzerne Liegen, von denen aus der Tourist den Himmel betrachten kann, was von der Gipfelwiese aus ohne Möbel anscheinend nicht möglich ist. Die Möblierung der Landschaft soll noch um einen Kinderspielplatz erweitert werden. Ein Erwachsenen-Spielplatz in Form eines Bogenparcours, in dem Touristen mit Pfeil und Bogen auf Plastiktiere schießen (es gibt sie tatsächlich), verschandelt schon seit dem letzten Sommer den Wald unterhalb der Kierwanger Alpe. Die PORTA ALPINAE steht noch. Wahrscheinlich, weil sie einfach vergessen worden ist, und die Botschaft -für eine andere Welt- wurde vom Künstler und der Bahn einfach und ungefragt für die Info-Tafel der neuen Aktion verwendet. Ganz offensichtlich wird der Sinn meiner Pforten ins materielle umgedreht; Öffne die Tür für eine andere Welt, in der dann alle Blödheiten erlaubt sind, wenn sie nur Geld bringen.
Hier sollte eigentlich eine weitere Porta Alpinae installiert werden, was sich aus technischen und zeitlichen Gründen nicht realisieren ließ. Warum die Pforte gerade hier im schweizerischen Montafon so reizvoll wäre, zeigen ein paar mitgebrachte Fotos. Hoch über der Alpe Drusa, auf der Daniel mit seinen Freunden 79 Kühe milkt, Käs´ und Butter produziert und sonstiges Getier, Kälber, Sauen, Jungvieh, Hennen usw. versorgt, verläuft ein vielbegangener Wanderweg zur Garschina Hütte unter der beeindruckenden Felsbarriere von Drusenfluh und Sulzfluh. Vielleicht gelingt es ja noch, das Projekt den Wanderern nahe zu bringen.
Mehr Info über den Künstler Daniel Rauch; bitte HIER klicken
Standort: +47°0´36.00", +9°47´54.41" Google: 47.009999,9.798447
Die Pforte bei der Stilfseralm auf über 2000 m Höhe war die letzte der Saison. Daniel und Guenter Rauch bauten sie gemeinsam am letzten Almtag von Daniel, dem 21. September, auf. Erst nach diesem anstrengenden Almsommer als Senn und Verantwortlicher für den Käs´ fand Daniel die Zeit, seiner künstlerischen Neigung nachzugehen und seinem Vater zur zehnten PORTA ALPINAE zur verhelfen. Die Pforte ist original; im früheren Leben tat sich gute Dienste als Stalltüre, deshalb gibt sie bei ihrer Reinkarnation als PORTA ALPINAE ein besonders gutes Bild ab. Der Ortler ist auf diesem Foto nicht zu sehen, aber er war Daniel ein ständiger Begleiter während seiner 3-monatigen Arbeit auf der Alm.
GPS-Standort Google: 46.5991,10.507003
Von der Rappenseehütte führt der Pfad über die Große Steinscharte zum Heilbronner Weg. Die Pforte steht auf über 2.200 m Meereshöhe mit wunderbaren Blick auf die Rappenssehütte und den Rappensee, hinüber zur Mindelheimer Hütte und bergaufwärts zum Hohen Licht. Die Installtation war am 11. Juli 09. Für Bergfreunde und Chronisten: Es war ein hundsgemeines Sauwetter mit Regen und Graupelschauer und klammen Fingern. Aufstellung durch Jens Roscher, Martin Köhler, Ritschie Richter, Theresia Prestel und Guenter Rauch. Das Türblatt, die Balken und das Abspannmaterial wurden von der Rappenseehütte 200 m höher zum Standort getragen.

