PORTA ALPINAE -Öffne die Tür für eine andere Welt-. Eine Kunstaktion.
Eine Pforte auf einem steinigen Gebirgsweg. Sie symbolisiert einen Übergang. Den, in eine andere Welt. Ein bewusster Schritt in eine metaphysische -eigene- Welt. Diese Tür zu durchschreiten, kann uns in ein anderes Bewusstsein führen, eine Reflektion ins Innere, in eine Achtsamkeit für die Natur und für uns selbst. Dieses "Sich-Besinnen" will der Künstler durch eine Umkehrung des Gewohnten erzwingen. Die Negation, das offensichtlich Sinn-lose wird als Vehikel benutzt, das den Wandel ermöglicht.
Das Projekt soll mit seiner Intention den Alpenraum erobern. Es ist ein philosophisches, vielleicht spirituelles, aber doch bodenständig-modernes Kunstprojekt. Die hölzernen Pforten werden zum Teil der Landschaft. Die Balken werden von Helfern und vom Künstler selbst mit reiner Körperkraft zum Ort gebracht. Interaktionen zwischen den Besuchern, Hüttenwirten, Bergbahnbetreibern und dem Künstler mit seinen helfenden Freunden sind ein Teil des Konzepts. 
Das Projekt wird durch Zeichnungen von Guenter Rauch künstlerisch begleitet.
Die Standorte der Pforten finden Sie bei http://maps-google.de wenn Sie in das Suchfeld die (Google)-Koordinaten eingeben, die bei den Projektbeschreibungen eingetragen sind.

Zum Fotowettbewerb hier klicken!

Die PORTA ALPINAEs 2010
Für mehr Information scrollen Sie bitte nach unten.

Die PORTA ALPINAE CAMBODUNUM vor der Residenz während der Allgäuer Festwoche 2010.
Noch ist alles nur ein Traum; auf den Fotos nur ein Modell. Trotzdem, sieht doch gut aus, oder?
Jedenfalls, die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Inzwischen wurde die PORTA ALPINAE Cambodunum in die offizielle Festwochen-Kunstausstellung und den Katalog aufgenommen.
Standort: Google 47.727787,10.312597
28. Juli 2010. Die PORTA ALPINAE CAMBODUNUM nimmt Gestalt an. Vor der Halle von Tom Mahler, Geniuin Lehmbaukunst sägen wir die Balken aufs Maß und fügen sie mit Zargen zusammen. Die Bilder zeigen Tom bei der fachmännischen Arbeit. Dem Künstler bleiben Zuarbeiten, das Entnageln und Putzen der Balken, die aus dem weit über 100 Jahre alten Gemäuer der Mozartstrasse stammen. Nächste Arbeitsgänge; Streichen mit schwedenroter Schlammfarbe, mit langen Schrauben und Krampen zusammenbauen, auf den Anhänger verladen, - und aufbauen.

Porta Schorsch Burgkart am Laufbach 2010
Schorsch Burkhart, Sigishofen, war schon beim Kunstweg durch die Starzlachklamm ein unersetzbarer, begeisterter Helfer. Er hatte die Idee. Eine Pforte unterhalb des berühmten Laufbacher Ecks, quasi als zweite Station nach der PORTA auf dem Nebelhorn-Zeigersattel, wo dieser Weg beginnt. Dort steht sie jetzt, von Schorsch, Walther Gross, Guenter Rauch und Inge Mildenberger auf gut über 2000 m unter die aufragende Schneck Ostwand getragen. Das waren harte 800 Höhenmeter auf dem steilen Weg; mit 3 Balken, dem Türblatt und dem Abspannmaterial! Unverständlich, dass das Türblatt von Idioten zertrümmert wurde. Höhe schützt vor Dummheit nicht. Die Pforte steht genau auf dem Weg vom Laufbacher Eck zum Prinz Luitpold Haus, wenige Höhenmeter unter dem Eck und zirka 200 Meter von der Biwakschachtel der Sonthofener Bergwacht entfernt.
GPS-Standort:   47° 23' 23.81", +10° 23' 3.67"  Google: 47.389947, 10.384354Adresse:

19. Juli 2010 Wir haben die Porta Schorsch Burgkart am Laufbach zu neuem Leben erweckt. Mit einigen Blessuren hat die Pforte den Winter überstanden. Die Abspannungen sind von der Schneelast heruntergedrückt worden, die Spannschrauben und eine der Krampen gebrochen. Aber das sind Kleinigkeiten, die Schorsch Burgkart und Guenter Rauch beheben können. Ein schöner Tag im Gebirge, und Danke Schorsch für das fürstliche Dinner mit Chardonay und Schnittlauch.

Lechtal Frederic-Simms Hütte 2010
Die Frederic Simmshütte im Lechtal, Talort Stockach, wird von Claudia und Markus Karlinger bewirtschaftet. Vor 13 Jahren war Guenter Rauch erstmals auf der Hütte, seitdem hat sich eine enge und intensive Freundschaft entwickelt. Markus war der Erste, der sich für das Projekt begeisterte. Im Mai 2009 stellten wir probeweise eine PORTA ALPINAE auf den Weg, das war hart an der Schneegrenze. Rundum lag noch meterhoch der Schnee, aber die improvisierte PORTA ALPINAE machte schon mächtig Eindruck. Die "Richtige" wurde dann am 4. Juli 2009 installiert.
Das besondere an dieser Pforte ist der Steinkreis, den wir als Schutz vor interessierten Kühen gebaut haben, aber natürlich auch als Abwehr gegen böse Geister.
Die Fotos unten sind vom Neubeginn der Pforte 2010, vom 19. Juni 2010, als wir im strömenden Regen die Hütten-Vorräte für den Sommer 2010 über die Lawine am Ettlerbach trugen und zur Hütte transportierten. Dabei passierten wir wieder die PORTA ALPINAE, die in ihrer Intensivität über den Winter noch gewonnen hat. 
Startfoto: Sibylle Greissl-Hertrich Fotos unten: Guenter Rauch
GPS-Standort: +47° 12´ 45.30", +10° 21´ 12.20"  (Goggle 47.212582,10.353389)


Ligurien 2010
Ein Zauberwort. Meer und Berge. Ein Traumhaus, das uns Gastfreundschaft gewährt. Ein wunderschöner Platz an dem geteerten Weg, der hoch oben am Berg entlang dem Meer entgegenstrebt. Ausgangsort ist Chusanico Castello. Das Team, das die Porta am 1. Juni 2010 installierte: Gabi Dachs, Ritschie Richter, Claudia Knupfer, Hubl Greiner, Theresia Prestel-Rauch und Guenter Rauch.
Standort: (Google) 43.966532 8.006452
Wunderschöne Fotografien von Claudia Knupfer finden Sie, wenn Sie hier klicken!
Film von Hubl Greiner:


Alp Cavel   Schweiz 2010
am 7. und 8. Juni wurde die Pforte bei der Alp Cavel installiert. Das Team: Monika Schneider und Andreas, Theresia Prestel-Rauch und Guenter Rauch. Die Arbeiten wurden begleitet vom Filmteam Sibylle von der Grün und Peter Steger.
Monika Schneider ist die Sennerin auf der Alp Cavel. Auf der Simmshütte im Lechtal. Dort hat sie die PORTA ALPINAE zum ersten Mal gesehen; und war begeistert. So, wie wir begeistert sind von der Alp Cavel. Ein wunderschöner Platz für die Pforte.
Wer nicht weiß, wo die Alp Cavel liegt; Monika beschreibt das so: Alp Cavel liegt auf knapp 2000 m im Val Lumnezia. Das ist bei Ilanz in Graubünden. Man fährt über Bregenz nach Chur, dann Flims, Laax bis nach Ilanz. Von dort aus ins Tal Richtung Vrin. Nach Lumbrein geht es ca. 1 km nach dem Ortsschild rechts den Berg hoch zur Alp. Jetzt teilen wir Monikas Begeisterung, das Lumbrein-Tal mit der Alp Cavel ist eine besonders schöne Ecke, ein idealer Ort für die PORTA ALPINAE.
Mit der Installation der PORTA ALPINAE am 7.und 8. Juni wird Alp Cavel auch Schauplatz des Films von Peter Steger und Sibylle von der Grün.
GPS-Standort: +46°40´22.30",+9°5´33.50"  (Google 46.67286,9.092638)

Zillertal
Die Kasseler-Hütte steht hoch über dem Stillup-Tal auf 2.177 Metern Meereshöhe. Hüttenwirt Martin Gamper ist von PORTA ALPINAE überzeugt und lud zur Eröffnung am 13. Juli 09 zahlreiche Gäste aus dem Tal ein, darunter ÖAV-Obmann Paul Steger und die Geschäftsleitung des Zillertal-Naturparks mit Nina Östereich und Matthias Danninger. Die Zillertaler zeigten sich von der Idee der PORTA ALPINAE beeindruckt, weil sie mit der gleichen Intention auf die Besucher einwirkt, wie die Idee des Naturparks. Weil die Pforte direkt auf dem Weg errichtet ist, und auch tatsächlich von jedem Bergsteiger geöffnet werden muss, vertritt sie in besonderem Maße den Gedanken -Öffne die Tür für eine andere Welt-. Martin Gamper hat diesen Gedanken zu seinem Eigenen gemacht, die Pforte unterhalb des Hohen Löffler ist sein Werk und sein Verdienst, ebenso wie die Versuchspforte in Oberstdorf.
GPS-Standort: +47°3´27.77",+11°57´7.88"  (google 47.057714,11.952189)

Aggenstein 2010
Einen der schönsten Standplätze nimmt die Pforte in der Nähe der Bad Kissinger Hütte am Aggenstein, Tannheimertal, in Anspruch. Die Pforte steht auf einem Felsköpfle unweit der Hütte, direkt neben dem Weg, der an der Scharte ein Stück weiter unter die Wanderer aus Pfornten, die vom Brentenjoch, und die aus Grän im Tannheimer-Tal aufsammelt. Die tollen Fotos verdanken wir Hüttenwirt Dietmar Köhlbichler, der sich zusammen mit Andrea Walch liebevoll um die PORTA ALPINAE kümmert. Die Pforte ist rot bemalt, ein originaler  Begrüßungsschal eines  nepalesischen Freundes flattert im Wind. Die Sicht reicht von hier bis weit über den Forggensee in die oberbayerischen Berge, auf der anderen Seite in die Tannheimer und die Allgäuer Berge bis ins flache Land Richtung Kempten. Dass die PORTA ALPINAE hier an der europäischen Via Alpina liegt, ist ein Zufall!?
+47°32´2.79",+10°33´47.86"  (Google 47.534279,10.563278)
Die ständigen Rückmeldungen von begeisterten Bergfreunden bestätigen uns immer wieder, wie sehr Andrea und Dietmar zu "ihrer" Pforte stehen und auch, dass der Aggenstein einer der am häufigsten besuchten Berge in der Umgebung ist. 

Nebelhorn Höfatsblick 2010
Bernd Walcher ist nicht nur Webmaster z.B. der Grüntenhütte, sondern auch ein ausgezeichneter Fotograf wie seine Bilder von der PORTA am Zeigersattel beweisen. Diese Pforte ist wohl mit eine der meistgegangensten, auch, weil sie von der Nebenhornbahnstation Höfatsblick leicht in 15 min. zu erreichen ist. Der harte Winter hat seine Spuren hinterlassen, um so imposanter wacht die Pforte über die Höfats.

Der Zeigersattel unweit der Station Höfatsblick der Nebelhornbahn ist wohl einer der spektakulärsten Aussichtspunkte im Allgäu. Der grandiose Blick durch die Pforte zur Höfats ist  der Grund, weshalb die Pforte genau hier installiert werden musste. Die Pforte wurde am 13. Aug. mit tatkräfiger Hilfe der Nebelhornbahn installiert. Die offiziellen Eröffnung fand mit Oberstdorfs Bgm. Meßenzehl, Nebelhornbahn Vorstand Schöttl, Marketingchef Jörn Homburg und zahlreichen Gästen statt. Das Interesse der Medien und des regionalen Fernsehsenders TV-Allgäu war nicht nur Anerkennung, sondern auch Ansporn für noch mehr Engagement.
GPS-Standort: +47°24´33.09",+10°20´51.77"

Grünten 2010
Nahe der Grüntenhütte auf 1.477 m steht die PORTA ALPINAE mit einem weiten Rundumblick, der vom Illertal mit Kempten über die Ostallgäuer Berge zum Allgäuer Hauptkamm und dann zur Nagelfluhkette reicht. An manchen Tagen kann man weit im Westen der Bodensee glitzern sehen. Am Grünten bauten Daniel und Guenter Rauch im Februar 2009 die Schneeskulptur -Der Winter hat viele Gesichter-, die auch zum Auslöser der Sommeraktion PORTA ALPINAE wurde. Hüttenwirt Norbert Zeberle ist für kreative Aktionen immer zu haben, weshalb die Pforte auch im Sommer 2010 auf "seinem" Berg thront.  
GPS-Standort:  +47°33´46.88",+10°19´52.78"  (Google: 47.562951,10.33131)

Grüntenhütte
Oberstdorf
Sie ist wahrscheinlich eine der meistbegangenen Pforten. Auf dem wunderbaren Aussichtsplatz ist sie nur wenige Gehminuten hinter Oberstdorf mit Blick auf den Kratzer und die Obersdorfer Bergwelt für jeden erreichbar. Und: Sie war die Erste. Spaziergänger finden Sie auf dem Weg, wo der Hohenadelweg  vom Trettachtal zum Oytal abbiegt, hier jedoch scharf links in Richtung der Schattenbergschanzen. Ihre Installation auf dem Grundstück der Gampers sorgte auch in den Allgäuer Medien für Bewegung. Ein gelungerner Bericht und besondere Fotos von Arno Pürschel sind im "Das Schöne Allgäu", Ausgabe Oktober 09 zu sehen. Unser Dank gilt Monika und Martin Gamper, die sich auch sehr für die PORTA ALPINAE bei ihrer Kasseler-Hütte im Zillertal engagiert haben. 
GPS-Standort Google: 47.394170,10.294100

Hörnerbahn Bolsterlang 2010
Am 16. Juli 2009 wurde die Pforte an der Hörnerbahn installiert. Standort unweit der Gipfelstation mit einem wunderbaren Blick ins Illertal und über Sonthofen. Cornelia Leicht von der Hörnerbahn war von der Idee begeistert. Die Umsetzung erfolgt dann durch Toni Berwanger, der auch die Aufstellung übernahm. Vom Standort Bergstation aus sieht man auch zum Grünten und zum Nebelhorn, wo ebenfalls PORTA ALPINAEs aufgebaut sind.

Für den Sommer 2010 ließ sich die Hörnerbahn einen "Erlebnisweg" bauen, um die Bergbahn-Touristen auf den letzen stillen Gipfel der Region zu locken. Oben stehen zwei hölzerne Liegen, von denen aus der Tourist den Himmel betrachten kann, was von der Gipfelwiese aus ohne Möbel anscheinend nicht möglich ist. Die Möblierung der Landschaft soll noch um einen Kinderspielplatz erweitert werden. Ein Erwachsenen-Spielplatz in Form eines Bogenparcours, in dem Touristen mit Pfeil und Bogen auf Plastiktiere schießen (es gibt sie tatsächlich), verschandelt schon seit dem letzten Sommer den Wald unterhalb der Kierwanger Alpe. Die PORTA ALPINAE steht noch. Wahrscheinlich, weil sie einfach vergessen worden ist, und die Botschaft -für eine andere Welt- wurde vom Künstler und der Bahn einfach und ungefragt für die Info-Tafel der neuen Aktion verwendet. Ganz offensichtlich wird der Sinn meiner Pforten ins materielle umgedreht; Öffne die Tür für eine andere Welt, in der dann alle Blödheiten erlaubt sind, wenn sie nur Geld bringen.


Alpe Drusa Schweiz 2010  NICHT REALISIERT
Hier sollte eigentlich eine weitere Porta Alpinae installiert  werden, was sich aus technischen und zeitlichen Gründen nicht realisieren ließ. Warum die Pforte gerade hier im schweizerischen Montafon so reizvoll wäre, zeigen ein paar mitgebrachte Fotos. Hoch über der Alpe Drusa, auf der Daniel mit seinen Freunden 79 Kühe milkt, Käs´ und Butter produziert und sonstiges Getier, Kälber, Sauen, Jungvieh, Hennen usw. versorgt, verläuft ein vielbegangener Wanderweg zur Garschina Hütte unter der beeindruckenden Felsbarriere von Drusenfluh und Sulzfluh. Vielleicht gelingt es ja noch, das Projekt den  Wanderern nahe zu bringen.
Mehr Info über den Künstler Daniel Rauch; bitte HIER klicken
Standort: +47°0´36.00", +9°47´54.41"    Google: 47.009999,9.798447


Stilfsteralm, Vinschgau Südtirol
Die Pforte bei der Stilfseralm auf über 2000 m Höhe war die letzte der Saison. Daniel und Guenter Rauch bauten sie gemeinsam am letzten Almtag von Daniel, dem 21. September, auf. Erst nach diesem anstrengenden Almsommer als Senn und Verantwortlicher für den Käs´ fand Daniel die Zeit, seiner künstlerischen Neigung nachzugehen und seinem Vater zur zehnten PORTA  ALPINAE zur verhelfen. Die Pforte ist original; im früheren Leben tat sich gute Dienste als Stalltüre, deshalb gibt sie bei ihrer Reinkarnation als PORTA ALPINAE ein besonders gutes Bild ab. Der Ortler ist auf diesem Foto nicht zu sehen, aber er war Daniel ein ständiger Begleiter während seiner 3-monatigen Arbeit auf der Alm.
GPS-Standort Google: 46.5991,10.507003

Rappensee
Von der Rappenseehütte führt der Pfad über die Große Steinscharte zum Heilbronner Weg. Die Pforte steht auf über 2.200 m Meereshöhe mit wunderbaren Blick auf die Rappenssehütte und den Rappensee, hinüber zur Mindelheimer Hütte und bergaufwärts zum Hohen Licht. Die Installtation war am 11. Juli 09. Für Bergfreunde und Chronisten: Es war ein hundsgemeines Sauwetter mit Regen und Graupelschauer und klammen Fingern. Aufstellung durch Jens Roscher, Martin Köhler, Ritschie Richter, Theresia Prestel und Guenter Rauch. Das Türblatt, die Balken und das Abspannmaterial wurden von der Rappenseehütte 200 m höher zum Standort getragen.

Projektzeichnungen
Weitere Werke von Guenter Rauch finden Sie, wenn Sie -hier- klicken.